1960er

Süd- und Nordplateau werden erweitert. Mitgliederstand am Jahresende: 71. Anzahl der Boote: 30, 15 davon vermessen.

Neu errichtet wurden Umkleideraum, Segelkammer, WC und Dusche, das Gittertor am Zugangssteg sowie ein neuer Anlegesteg. Angeschafft wurden neue Clubzeichen (noch ohne rot/goldenem Wimpeleinsatz) und ein Megaphon, statt der bisherigen "Flüstertüte".

Ing. Kurt Ohrenberger wird von der Generalversammlung zum Obmann gewählt. Ehrung von Mitgliedern und Funktionären durch den ASVÖ. Das Ehrenzeichen in Silber erhalten Rosemarie Schöfbeck und Johannes Holler. Das Ehrenzeichen in Gold bekommen Ing. Hanacek, Alfred Karner und Karl Popovits.

Eine neue Segelkammer wird neben dem heutigen Sanitärblock errichtet. Einleitung der ersten Wasserleitung, ausgehend vom See-Restaurant in Plastikrohren am Kanalgrund entlang des Zugangsteges. Installierung einer Stromleitung in Plastikrohren unter dem Stegbelag (Provisorium mit Genehmigung von Herrn Czoklits, Bauleiter der BEWAG). Plateauerrichtung an der Südseite der Segelkammer. Abhaltung der zweiten Staatsmeisterschaft in der 10m² Klasse. Einbruch mit Brandlegung im Clubhaus.

Schiffe der Bootsklassen Korsar und FD werden von Mitgliedern angekauft. Mitgliederstand am Jahresende: 109.

Extrem niedriger Wasserstand – Pressekonferenz in Neusiedl am See. Das Absegeln entfällt wegen Wassermangel.

Die "Urhütte" ist äußerst morsch. Nach Plänen von Ing. Kurt Ohrenberger wird auf der Nordseite des Plateaus das Clubhaus neu errichtet. Südseitig wird ein Zubau mit kleinem Raum für die Wettfahrtleitung und darüber gelegenem Turm nach Entwurf von Mitglied Arch. Fritz Mostböck gebaut und über Bankkredit finanziert. Der heute noch vorhandene Flaggenmast wird aufgestellt. Mitglied Kral spendet die Blinkanlage am Turm.

Namensänderung von "Yacht-Club Rust Eisenstadt (YCRE)" in "Burgenländischer Yacht-Club (BYC)" laut Generalversammlungsbeschluss vom 22.11.1964

Erteilung der Berechtigung zur Führung des Landeswappens.

Naturschutzbehördliche Genehmigung des Ansuchens zur Errichtung der Sturmwarnung (Blinkanlage) am Turm des Yacht-Clubs.

10-jähriges Bestandsjubiläum des Clubs. Zur Jubiläumsveranstaltung im Seerestaurant erscheinen LH Theodor Kery, LR Hans Tinhof, Landtagsabgeordnete und Pressevertreter. Unter reger Beteiligung der Mitglieder wird am 5.9.1965 auch eine Jubiläumswettfahrt veranstaltet. Ing. Fleischmann wird Vermesser des ÖSV für den Neusiedler See, Hannes Schneider wird Wettfahrtleiter (nunmehr Triumvirat Schneider/Bayer/Dorner). Verleihung des "Silbernen Ehrenzeichens des Clubs" an die Gründungsmitglieder. Gründung der Eissegelsektion mit "DN-Schlitten" und Teilnahme von den Clubmitgliedern Gartner, Mikschi, Nemeth und Strobl an der Europameisterschaft in Neusiedl am See. Mitgliederstand: 150 Mitglieder mit 69 Booten.

Das gelbe Motorboot "Yellow Monster" wird als Rettungsboot und Bojenleger angekauft. Stegneubau durch die Fa. Gmeiner, Purbach am Neusiedler See. Kosten: ATS 42.600 für 295 Meter. Die erste Kabanenreihe wird erbaut. Am 23.5.1966 wird ein neuer Mietvertrag mit Dr. Paul Esterházy abgeschlossen. Für nunmehr 600m² Fläche werden jährlich ATS 875 berechnet. Jollenkreuzer sind erstmals die am stärksten vertretene Bootsklasse am BYC.

Erste Schiffsführer-Patent-Prüfung wird über Vermittlung des Clubs abgehalten. Die Bestimmungen für das "Probejahr" bei Mitgliederaufnahmen und das Stimmrecht für eingetragene Boote werden in der Generalversammlung vom 25.11.1967 mit zwei Gegenstimmen beschlossen.

Ein betriebsbereites Motorboot der Vinzenz-Werft mit Evinrude-Motor (110 PS) wird um ATS 35.000 von der Freiwilligen Feuerwehr Mörbisch am See, angekauft. Der BYC verpflichtet sich, in der Kantine nur Weine der Stadtkellerei der Freistadt Rust auszuschenken.

Fußboden und Unterbau des Clubhauses sind morsch. Beratung über Sanierung oder Neubau. Die Generalversammlung beschließt den Neubau. Die Baukosten werden mit ca. ATS 600.000 veranschlagt. Die Planung führt Arch. Herwig Graf aus Mattersburg durch. Zur Bauausführung wird als Bestbieter die Firma Paul Gmeiner beauftragt. Diese Firma übernimmt mit Zuschlag des Bauauftrages auch die Haftung für den Bankkredit, nachdem Landesregierung und Dachverband Haftungsübernahmen ablehnten. Eine Neuvermessung des Clubgeländes ergibt die Gesamtfläche von 2.200m² und einen zusätzlichen Mietaufwand von ATS 4.000 pro Jahr. Das gelbe Motorboot "Yellow Monster" wird mit einem neuen Motor (35 PS Archimedes) ausgestattet.

Ein verstärktes Stromkabel wird von den Mitgliedern verlegt, der Bau des Clubhauses wird abgeschlossen – die Einrichtung fehlt noch.

Der erste Optimisten-Kurs wird veranstaltet. Die Bootsliegeplätze werden neu an die Mitglieder vergeben. Einführung der Liegeplatzgebühr. Erhaltung und allfällige Erneuerung der Liegeplätze wird über das Clubbudget finanziert.