2020er

Tom Zajac, der ja schon seit zwei Jahren im Nacra qualifiziert ist, muss sein Trainings. und Regattaprogramm radikal umstellen. Trainings vor Ort sind nicht mehr möglich. Die Hauptbase für das Vorbereitungstraining wird in Sizilien aufgeschlagen. Dort gibt es ähnliche Verhältnisse wie in Japan und man hat die Möglichket gemeinsam mit den stärksten Naca Teams (England und Italien) zu trainineren. Das ist umso wichtiger, da die meisten großen Regatten abgesagt werden und deshalb keine Standortbestimmung im Wettkampf möglich ist. 

Corona hat auch den BYC erreicht. Alle großen Regatten, wie zum Beispiel die Roundabout müssen abgesagt werden. 

Nach zwei Jahren auf dem vierten Platz gelang heuer mit dem dritten Platz wieder der Sprung aufs Stockerl. Sportdirektor Clemens Kruse und Bundesligateamchef Valentin Unger versuchen neue junge BYC Mitglieder in das Team einzubauen. Diverse Crewsichtungen wurden gemacht und man wird sicher in den nächsten Jahren das eine oder andere neue Gesicht auf dem BYC Boot sehen. Theo Peter konnte schon heuer bei zwei Tourstopps am Vorschiff überzeugen. 

Im Winter 2020-2021 wurde das gesamte Plateau um das Clubhaus neu gebaut. Weiters wurde der etwas antiquierte Look mit den schwarzen Holzsäulen im Außenbereich modernisiert. Jetzt dominiert helles Holz. Der Umbau wurde komplett in Eigenregie von Mitgliedern durchgeführt. Wir danken den Anlagenhäuptlingen Ernst Conrad und Herbert Miksch.

In einer aufwändigen Aktion hat Herbert Miksch den Clubfahnenmast renoviert. Nach dem Legen zeigte sich, dass am Mast der Wurm der Zeit nagte und es nicht mit lackieren allein getan ist. Da dieser Mast aber für den Club eine historische Bedeutung hat, wurde beschlossen ihn nicht zu erneuern, sondern zu restaurieren. Das Ergebnis überzeugt. Danke an Herbert Miksch.

Simon Koller ist das erste BYC Mitglied das die Qualifikation für eine Opti - Weltmeisterschafft schafft. Nur die besten 5 Opti Segler einer Nation können sich für die WM qualifizieren. Simon ist der jüngste im österreichischen Team und erreicht in Riva am Gardasee Platz 160 unter 259 Teilnehmern aus 75 Nationen.

Tom Zajac und Barbara Matz (YCBb) verfehlen um drei Punkte knapp den Einzug ins Medailrace der besten 10 Nacra Teams.. 

Mit Platz 13 qualifiziert sich das BYC Team mit Niko Kampelmühler, Stefan Glanz, Clemens Kruse und Valentin Unger vor Kiel für das Finale in Porto Cervo. 

In einem dramatischen Finale in der letzten Wettfahrt kann das Burgenländische Team das führende Team vom SCTWV-Achensee noch abfangen und holt den Staatsmeistertitel im Clubsegeln zum zweiten Mal nach Rust. Wir feiern diesen Erfolg im Herbst am Clubgelände unter Einhaltung aller Coronaregeln. Zu Ehren unserer SeglerInnen wird sogar die Clubfahne noch einmal aufgezogen.

Mit 115,14 Meter erreicht der See im November einen historischen Tiefstand. Nur im Herbst 2003 war das Wasseer noch um einige Zentimeter niederer. Allerdings ist für uns in Rust nicht nur die absolute Höhe des Wassserstands entscheidend, sondern auch die Schlammhöhe. Speziell das Westufer verschlammt immer mehr. Zusätzlich wirbelt die kommerzielle Schifffahrt, deren Kurs nahe an den Clubliegeplätzen vorbeiführt Schlamm auf, der sich dann auf unserem Clubgelände ablagert.

Laut Fachleuten ist eine lokale Schlammabsaugeaktion am Clubgelände nicht sinnvoll, da einerseits zu teuer, andererseits nicht nachhaltig, da der weiche Schlamm aus den Nachbarregionen nachrinnt.

Das Land Burgenland hat die Dramatik für den Tourismus erkannt und eine eigene GmbH gegründet, die nun ganzheitliche Konzepte ausarbeiten soll. 

Bleibt uns nur zu hoffen, dass das Klima mit den Seglern ein Einsehen hat und die durch den Klimawandel erhöhte Verdunstung durch vermehrte Niederschläge ausgeglichen wird. 

Auf Grund der im Herbst 2021 gestiegenen Coronazahlen und den damit verbundenen Maßnahmen der Regierung, wird die Mitgliederversammlung 2021 auf das nächste Frühjahr verschoben.

Der Wasserstand zur Ende der Saison 2021 war schon sehr nieder, aber der nahezu niederschlagslose Winter hat unserem See sehr zugesetzt. Ende Februar 2022 hat der See mit 115,25 Meter seinen historischen Frühjahrstiefstand seit Beginn der Aufzeichnungen (50 Jahre) erreicht. Im bereits schlechten Vorjahr hatten wir um diese Zeit schon 115,47 Meter, also 22 cm mehr.

Im Jänner, während eines Weststurms war die Ruster Bucht und das Clubgelände sogar trocken.

Die Schifffahrt am Neusiedlersee ist nur mehr eingeschränkt möglich. Die Radfähren können nicht mehr voll beladen werden und es können nur mehr die kleineren Schiffe mit wenig Tiefgang benutzt werden.

Die Fäkalienentsorgung aus den Tonnen bei den Ruster Seehüttten ist teilweise bereits ein Problem, da die Räumschiffe nicht mehr zufahren können.

 

Bei der coronabedingt auf Mai 2022 verschobenen Mitgliederversammlung werden neue Statuten beschlossen. Ab jetzt heißt unser Leitungsgremium nicht mehr Vorstand, sondern Präsidium. Weiters wurden viele gesetztliche Vorgaben in die neuen Statuten eingearbeitet.

2022 Der Wasserstand ist dramatisch - Segelbetrieb in Rust wird eingestellt

Der Wasserstand ist Ende September 2022 mit 114,876 m über dem Meeresspiegel auf einem Rekordtiefstand. Das ist 25 cm unter dem Tiefstand vor einem Jahr und mehr als 50 cm unter dem Durchschnittswasserstand. Auf den Höchststand vom Herbst 2014 fehlt nahezu 1 Meter.   

Seit Ende September ist ein Segelbetrieb praktisch nicht mehr möglich. Auch wenn es am See noch möglich wäre zu segeln, kann die Sicherheit der Sportlerinnen uind Sportler nicht mehr gewährleistet werden, da die Motorboote für Rettungszwecke nicht mehr eingesetzt werden können. Der Trainingsbetrieb wurde zum befreundeten Yacht Club Mörbisch verlegt, wo die Wassersituation etwas besser ist. 

Die Schlammabsaugaktion in der Ruster Bucht konzentriert sich auf die Fahrtrinne der Großschifffahrt und bringt unserem Yacht Club keine Verbesserung. Unsere Abwasserleitung wird im Zuge der Schlammabsaugaktion gekappt und wir haben keinen Kanalanschluß mehr. Unser Abwasserzwischenspeicher muss vorübergehend mit dem Räumboot entleert werden.