Clubordnung des Burgenländischen Yacht-Clubs 

Diese Version der Clubordnung wurde von der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 7. April 2017 beschlossen.
Nach der Mitgliederversammlung am 25. November 2018 müssen Änderungen in der Clubordnung durchgeführt werden, diese sind in Arbeit.

Präambel

Der Burgenländische Yacht-Club schafft und erhält Einrichtungen, die seinen Mitgliedern die Ausübung des Segelsportes ermöglichen, erleichtern oder der Sicherheit dabei dienen sollen. Deshalb genießen Mitglieder bei der Ausübung von Tätigkeiten, die unmittelbar mit dem Segelsport zusammenhängen, auf der Clubanlage Vorrang vor anderen Personen. Um einen geordneten und reibungslosen Betrieb der Clubanlage und ein harmonisches Miteinander der Mitglieder zu ermöglichen, ist es notwendig, einige Regeln dafür aufzustellen.  

Allgemeines 

Alle Benützer der Clubanlage sind verpflichtet, die Clubeinrichtungen rücksichtsvoll zu behandeln. Es ist nicht gestattet, ohne Genehmigung des Vorstandes Änderungen oder Umbauten an den Clubanlagen vorzunehmen. Jedes Mitglied hat für Ordnung und Sauberkeit in der gesamten Anlage zu sorgen.  

Sicherheit 

Minderjährige sind am Clubgelände und bei der Ausübung des Segelsports immer zu beaufsichtigen. Während eines vom Club veranstalteten Trainings sind die eingeteilten Betreuer dafür zuständig. Außerhalb von offiziellen Trainingszeiten ist das zum Minderjährigen zugehörige fördernde Mitglied oder der Proponent verantwortlich. 
Bei Abwesenheit des Kantineurs soll jenes Mitglied, das die Clubanlage zuletzt verlässt, dafür sorgen, dass das Kaminfeuer einwandfrei erloschen und die gesamte Anlage ordnungsgemäß versperrt ist. 

Alle Yachten müssen ausreichend haftpflichtversichert sein, damit allfällige Schäden an anderen Yachten und an der Anlage abgedeckt sind; dies gilt insbesondere für Yachten mit elektrischer Bordinstallation. 

Die Mitglieder sind verpflichtet, sicherheitsdienlichen Anordnungen des Vorstandes Folge zu leisten. 

Der BYC übernimmt keinerlei Haftung bei etwaigen Unfällen innerhalb des Clubgeländes.

Besucher und Gäste 

Die Benutzung der Clubanlage ist grundsätzlich den Mitgliedern vorbehalten. Mitglieder können jedoch in angemessener Zahl Gäste mitbringen, denen in ihrer Begleitung der Aufenthalt auf der Anlage gestattet ist. Von den gastgebenden Mitgliedern wird erwartet, dass sie ihre Gäste zur Einhaltung der relevanten Bestimmungen dieser Clubordnung anhalten. 

Mitglieder, die beabsichtigen, aus einem gegebenen Anlass (Bootstaufe, Fest) eine größere Anzahl von Gästen mitzubringen, haben zur Vermeidung von Terminkollisionen mit Clubveranstaltungen vorher das Einvernehmen mit dem Vorstand herzustellen. 

Als Besucher gelten Mitglieder eines dem österreichischen oder internationalen Segelverband (OeSV bzw. ISAF) angeschlossenen Vereines sowie Teilnehmer an einer vom Club veranstalteten Regatta. 

Vorstandsmitglieder und Kantineur sind berechtigt, ihnen persönlich nicht bekannte Besucher um Legitimation mittels OeSV-Mitgliedskarte zu ersuchen. Vorstandsmitglieder sind berechtigt, Gäste oder Besucher, die gegen diese Clubordnung oder gegen die Regeln des Anstandes grob verstoßen, von der Anlage zu weisen. 
Der Vorstand kann Gäste oder Besucher auf Dauer für unerwünscht erklären. Von einem solchen Beschluss wird das gastgebende Mitglied bzw. der Heimatclub des Besuchers schriftlich in Kenntnis gesetzt.

Clubschlüssel / Chip

Das Eingangstor beim Zugangssteg ist in der Regel versperrt. Während einer Regatta oder einer Trainingsveranstaltung bleibt der Zugang jedoch von 7 bis 22 Uhr geöffnet. 
Jedes Mitglied erhält über das dafür bestimmte Vorstandsmitglied einen Chip, der weder nachgeahmt noch an dritte Personen weitergegeben werden darf. Nachahmung und Weitergabe des Clubchips an clubfremde Personen sind Ausschlussgründe.

Der Verlust des Clubchips ist dem Vorstand unverzüglich zu melden. Für den Ersatzchip wird ein erhöhter Unkostenbeitrag laut Beitragsliste berechnet.

Bei Austritt eines Mitgliedes muss der Schlüssel retourniert werden.

Gastschlüssel

Besucher, die für die Dauer ihres Aufenthaltes einen Clubchip benötigen, erhalten diesen vom Kantineur auf Basis der geltenden Regeln. Diese werden vom Kantineur dem Besucher mitgeteilt oder ausgehändigt.

Clubkantine

Die Clubkantine wird während der Sommermonate bewirtschaftet. Die Öffnungszeiten werden durch Anschlag bekannt gegeben. Bei jeder Bestellung muss - wenn nicht sofort bezahlt wird - ein Bestellzettel ausgefüllt werden. Offene Rechnungen sind bis spätestens Sonntagabend jeder Woche zu begleichen. Für offen gebliebene Rechnungen von Gästen haftet das gastgebende Mitglied.

Kleidervorschriften

Im Clubgelände sind keine besonderen Kleidervorschriften einzuhalten, es soll jedoch nach Möglichkeit Seglerkleidung getragen werden. Das Betreten der Clubkantine in Badekleidung ist unerwünscht. Bei offiziellen Anlässen (z.B. Mitgliederversammlung) soll Blazer oder entsprechende Kleidung getragen werden.

Liegeplätze sowie Lagerplätze für Surfboards und SUP Boards

Die Zuteilung der Liegeplätze/Lagerplätze erfolgt jährlich neu durch den Vorstand nach den Gegebenheiten und Erfordernissen des Bootsbestandes und der Anlage. Es obliegt dem Vorstand, die jährlich notwendigen Änderungen möglichst gering zu halten, jedoch hat kein Mitglied Anspruch auf einen bestimmten Liegeplatz/Lagerplatz.

Es ist wünschenswert, dass Mitglieder ihre Boote in das Yachtregister des OesV eintragen lassen.

Längere Zeit (z.B. wegen Regatta oder Seetörn) leer stehende Wasserliegeplätze sind unsere Reserve zur Disposition für Gäste, Besucher und Regattateilnehmer. Die Einfahrt darf daher nicht blockiert werden.

Die Liegeplatzzuteilung/Lagerplatzzuteilung wird durch Anschlag bekannt gegeben. 

Die Plateauliegeplätze sind nicht markiert, die Boote sind jedoch so abzustellen, dass die Zufahrt zur den Slipanlagen für andere Boote nicht behindert wird.

Für alle Liegeplätze ist die Gebühr laut Beitragsliste zu entrichten. Surf- und SUP-Boards bekommen mit der Zuteilung des Lagerplatzes eine Registriernummer, die auf den Geräten anzubringen ist. Geräte ohne der Registriernummer können vom Vorstand entfernt werden. Der Vorstand hat durch geeignete Kontrollmaßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass Liegeplätze/Lagerplätze nicht ohne Beitragsleistung in Anspruch genommen werden. 
Da insbesondere die Anzahl und Größe der Wasserliegeplätze beschränkt ist, sollen Mitglieder vor Ankauf einer Yacht mit dem Vorstand Kontakt aufnehmen. Anträge für Liegeplätze von Yachten mit mehr als 26 Fuß Länge sowie 2,55 m Breite werden vom Anlagenverwalter nur nach vorhergehender Absprache und Maßgabe der vorhandenen Möglichkeiten genehmigt.

Clubmitglieder, Gäste und Besucher, die ihre Boote außerhalb eines Liegeplatzes festmachen, haben unter Ansehung von Windrichtung und Windstärke darauf Bedacht zu nehmen, dass dadurch die Zufahrt zu Liegeplätzen nicht behindert wird und die dabei für ein seemännisches Setzen bzw. Bergen der Segel notwendigen Anlegestellen frei bleiben.

Gästeliegeplätze

Gastliegeplätze sind für eine Nacht bzw. für Teilnehmer einer vom Club veranstalteten Regatta eine Woche vor und nach der Regatta kostenfrei.

Die Zuweisung eines freien Liegeplatzes erfolgt durch den Anlagenverwalter, ein in seinem Namen agierendes Vorstandsmitglied oder durch den Kantineur, der vom Anlagenverwalter über verfügbare Liegeplätze informiert gehalten wird. Gäste und Besucher, die über einen längeren Zeitraum einen Liegeplatz benötigen, werden ersucht, dies schriftlich beim Vorstand zu beantragen. Der Liegeplatzbeitrag ist laut Beitragsliste zu entrichten.

Ruder-, Tret- und Elektroboote

Das zeitweilige Festmachen von Ruder-, Tret- und Elektrobooten der Mitglieder und ihrer Gäste an den Stegen der Clubanlage ist gestattet.

Dabei ist jedoch in Ansehung von Windrichtung und Windstärke darauf Bedacht zu nehmen, dass die Zufahrt zu Liegeplätzen nicht behindert und der Bedarf an Anlegemöglichkeiten bei Regatten nicht unnötig geschmälert wird.

Die Slipanlagen und die zugehörigen Seitenstege sowie die Außenseite des Stegs C sind jederzeit von solchen Booten freizuhalten.

Für dauerndes Festmachen an den dafür vorgesehenen Plätzen ist die Liegeplatzgebühr laut Beitragsliste zu entrichten.

Segelkammer

Die Segelkammer dient vorrangig der Lagerung von Segeln, Masten, Spieren und Rudern der Jollensegler und Windsurfer.

Alle Gegenstände sind mit dem Namen der Eigentümer zu kennzeichnen. Wegen der beschränkten Platzverhältnisse ist größte Ordnung geboten.

Clubeigene Boote / Über den Club zur Verfügung gestellte Boote

Die Vergabe clubeigener Segelboote zu Trainingszwecken obliegt dem Jugendwart. Nach Gebrauch ist das Material ordnungsgemäß zu versorgen.

Die clubeigenen Elektroboote sind zum Transport bzw. zum Schleppen von Schiffen und zum Transport von Lasten, die nicht oder nur unter erheblichem Mehraufwand über den Landweg befördert werden können, bestimmt und dürfen zwischen der jeweiligen Ver- oder Entladestelle und dem Clubgelände verwendet werden. Die Verwendung ist auf den kürzest möglichen Zeitraum zu reduzieren.

Nach Gebrauch ist das Elektroboot wieder auf dem vorgesehenen Liegeplatz festzumachen und das Batteriekabel an das Ladegerät zu stecken. Gebrauch und Rückgabe eines Bootes sind dem Kantineur zu melden.

Es liegt im Ermessen des Vorstandes, ein Elektroboot ausschließlich für die Benützung durch den Kantineur vorzusehen.

Die Motorboote sind nur zu Regatta- und Trainingszwecken sowie in Notfällen von dazu befugten Personen in Betrieb zu nehmen. Sie sind anschließend dem Infoblatt im Logbuch entsprechend ordnungsgemäß zu versorgen.

Alle Einsätze der Motorboote sind in den Logbüchern einzutragen.

Anschläge und Aushänge

Informationen des Vorstandes an die Mitglieder werden auf dem Anschlagbrettern im Durchgang (gegenüber Sanitärtrakt) ausgehängt.

Daneben steht ein "Schwarzes Brett" für Aushänge der Mitglieder wie Kauf- und Verkaufsangebote zur Verfügung. Solche Anschläge sollen nirgendwo sonst im Clubgelände angebracht werden.

Batterieladen

Zum Laden von Bordbatterien sind liegeplatzbezogene Stromanschlüsse vorgesehen. Hier dürfen nur Batterien der jeweiligen Liegeplatzbenützer aufgeladen werden. Nicht gestattet ist die Benutzung dieser Steckdosen zum Laden fremder Akkus oder derer von E-Booten. Mitglieder, die sich wider diese Regeln verhalten, verlieren das Nutzungsrecht an der dem Liegeplatz zugewiesenen Steckdose.

Für Yachteigner ohne elektrifizierten Liegeplatz steht ausschließlich die Batterie-Ladekammer zum Laden zur Verfügung. Anderswo am Clubgelände ist das Batterieladen nicht gestattet.

Das Verlegen von Verlängerungskabeln über die Stege oder das Plateau ist aus Sicherheitsgründen verboten.

Die Entnahme von Strom zu anderen Zwecken als Batterieladen oder kurzzeitigem Betrieb elektrischer Werkzeuge (Bohrmaschine etc.) bedarf der Zustimmung eines Vorstandsmitgliedes.

Kästchen

Die Kästchen am Clubgelände sind Eigentum des Clubs. Jedes Mitglied hat das Anrecht auf die Zuteilung eines Kästchens im Rahmen der gegebenen Kapazitäten. Die Vergabe erfolgt durch den Vorstand und vorrangig an Mitglieder, die den Segelsport aktiv ausüben und keine andere Möglichkeit haben, ihr Material im Clubgelände unterzubringen.

Sanitäranlagen

Die Sanitäranlagen sind mit Ausnahme der Toiletten versperrt. Die Benutzung der Duschräume ist nur unter Verwendung eines Clubschlüssels / Chips möglich. Während der Dauer von Regatten und Trainingsveranstaltungen sind die Sanitärräume allgemein zugänglich und nicht zu versperren.

Alle Benutzer sind ersucht, Warmwasser sparsam zu verwenden und die Sanitäranlagen schonend zu benützen. Grobe Verschmutzungen oder Unzulänglichkeiten der Sanitäranlagen sind dem Kantineur zu melden.

Trockenräume

In den Trockenräumen können nasse Segelkleider aufgehängt werden. Diese sind nach dem Trocknen zu entfernen.

Tiefkühltruhen

Die im Clubhaus aufgestellten Tiefkühltruhen dürfen nur zum Kühlen von handelsüblichen Kühlpatronen benutzt werden. Eingelagerte Kühlpatronen müssen mit Namen beschriftet sein und sollen bis zum Absegeln wieder weggebracht werden. Nach Saisonende gelten sie als herrenloses Gut und werden gegebenenfalls entsorgt.

Tiere am Club

Die Mitnahme von Haustieren in den Club ist grundsätzlich nicht erwünscht, wird jedoch toleriert.

Tiere sind am gesamten Clubgelände entweder in geeigneten Behältnissen (Vogelkäfig, Katzenkorb) zu verwahren oder an kurzer Leine zu führen. In jedem Fall soll eine Belästigung der Mitglieder durch das Tier vermieden werden. Haustiere, insbesondere Hunde, sind zur Verrichtung ihrer Bedürfnisse zeitgerecht von der Clubanlage wegzubringen.

Sollte ein Tier die Clubanlage, Boote oder Segelmaterial verschmutzen, hat der Halter des Tieres unverzüglich die Reinigung vorzunehmen.

Die Mitnahme von Tieren in das Clubhaus soll tunlichst unterbleiben, wird jedoch geduldet, wenn die Umstände einen Kantinenbetrieb auf der Clubterrasse nicht zulassen. An die Vermeidung von Belästigungen ist in diesem Fall ein besonders strenger Maßstab anzulegen.

In andere Clubgebäude (Sanitärtrakt, Segelkammer, Umkleide- und Schlafräume) dürfen Tiere keinesfalls mitgenommen werden.

Dem Vorstand steht es offen, bei Unzukömmlichkeiten einem Mitglied das Mitbringen eines Haustieres zu untersagen.

Fischen

Das Auslegen von Angeln im Clubbereich ist verboten.

Abfallentsorgung 

Die am Clubgelände aufgestellten Abfallbehälter sind ausschließlich zur Aufnahme geringer Abfallmengen bestimmt, die aus dem Aufenthalt am Club und aus dem Betrieb und der Wartung der Boote entstehen.

Fällt bei einem Mitglied - aus welchem Grund immer - Müll in größerer Menge oder in sperriger Form (z.B. Verpackungen) an, ist das Mitglied verpflichtet, diesen selbst wegzubringen. Insbesondere mit-gebrachte Getränkeflaschen bzw. Dosen in größeren Mengen sind von den Clubmitgliedern selbst zu entsorgen. Der anfallende Abfall ist getrennt in den hierfür vorgesehenen Behältern zu entsorgen, das Ablegen von Abfall neben den Behältern ist untersagt.

Die Problemstoffkammer ist nur für Problemstoffe, die bei Arbeiten an der Clubanlage anfallen, vorgesehen.

Winterhalbjahr

Alle Yachten, Jollen, Elektroboote und privaten Utensilien der Mitglieder müssen bis Ende Oktober vom Club entfernt werden. Dies betrifft vor allem Jugendraum, Duschen, Trockenraum, Spindkammern und Schlafräume. In den Spinden verwahrtes Eigentum der Mitglieder ist davon nicht betroffen.

In der Segelkammer können Masten, Spieren und Gabelbäume über den Winter gelagert werden. Segel und Ruder sind zu entfernen.

Für Eissegler gelten Ausnahmen in Absprache mit dem Anlagenverwalter.  

Notfallmaßnahmen

Bei einer Bergung oder Hilfeleistung auf dem Wasser oder einem Brand in der Clubanlage soll nach den im Aushang befindlichen "Richtlinien für das Verhalten im Bränden und Unfällen" vorgegangen werden.

Behördliche Vorschriften

Es wird von allen Mitgliedern, Gästen und Besuchern die eigenverantwortliche Einhaltung aller behördlichen Vorschriften (Sturmwarnung, Antifouling, Verbrennungskraftmaschinen, Abfallentsorgung) erwartet, die vom Vorstand durch entsprechende Anschläge und Aushänge unterstützt wird.

Die entsprechenden Gesetze und Verordnungen der Burgenländischen Landesregierung liegen im Regattabüro zur Einsicht auf.