Bundesligaboote - Eine Ära geht zu Ende

Seit 2016 wird die Bundesliga auf der Sunbeam 22.1 gesegelt. Die Entwicklung der Segelbundesliga in Österreich, wie wir sie heute kennen, ist zu einem großen Teil dem Sponsoring der Schöchl Werft und ihren Zulieferpartnern zu verdanken.

Der kaufmännische Chef der Sunbeam Werft Gerhard Schöchl hat schnell das Potential der Bundesliga für die Promotion des neuen Volumenbootes bei den kleinen "Luxury Cruisern" der Schöchl Werft erkannt und war schnell mit den Verantwortlichen der Segelbundesliga einig. Eine langjährige erfolgreiche Partnerschaft begann. Entwicklungschef Manfred Schöchl modifizierte 2016 die neu vorgestellte Sunbeam zur Sunbeam 22.1 Bundesliga. Das schon in der Serienversion sehr sportliche Boot wurde durch Weglassen von einigen Einbauteilen, Bugkorb, Backskisten und Seereling um einiges leichter gemacht, mit Ausreitgurten sowie leicht modifiziertem Segelplan versehen.

Nahezu jedes Jahr gab es neue Boote und neue Segel. Dadurch waren alle in der Bundesliga verwendeten Boote gleich schnell und die Chancengleichheit sichergestellt.

Auf Grund eines Generationenwechsels und einer Neuaufstellung der Werft, die volle Konzentration und alle vorhandenen Ressourcen erfordert, wurde die Partnerschaft leider nicht verlängert. 2021 war das vorerst letzte Sunbeam Jahr in der Geschichte der Bundesliga.

J70

Derzeit sieht es danach aus, dass die Liga 2022 auf neuen Booten der Type J70 gesegelt wird. Die J70 ist eine internationale von World Sailing anerkannte Klasse, wurde von der amerikanischen Werft J-Boats entwickelt und seit 2012 sehr erfolgreich verkauft. Dieses sehr sportliche Boot wird auch in vielen ausländischen Bundesligen, aber auch bei der europäischen Championsleague gesegelt. 

Mit der J70 geht aber auch der traditionelle Tourstopp am größten Segelrevier Österreichs zu Ende. Mit einem Tiefgang von 1,45 Meter kann dieses tolle Boot am Neusiedlersee leider nicht gesegelt werden.

Fotos:
J70: ©Mittelsmannwerft
S22: ©Segelbundesliga