Wettfahrtssieg beim Debut

Bei moderaten Windverhältnissen und geringer Welle startete am Dienstag, 25. April 2017 an der Cote d´Azur der zweite Weltcup der nacholympischen Saison. 541 Segler aus 52 Nationen wetteifern bis kommenden Sonntag um weitere Punkte und die Qualifikation für Santander (ESP), wo in der zweiten Juni-Woche die Gesamtweltcupsieger gekürt werden. Die auf 406 Boote beschränkte Flotte konnte das ausgeschriebene Programm planmäßig abspulen, Österreichs Asse wussten mit starken Akzenten zu überzeugen.

Einen Bilderbuchstart fabrizierten Thomas Zajac und Barbara Matz, die ihre allererste gemeinsame Wettfahrt in der Nacra17-Klasse für sich entscheiden konnten. Die darauffolgenden Durchgänge beendete das neu formierte Gespann auf den Plätzen zehn und 24. Damit liegt der Olympia-Dritte von Rio mit seiner Neo-Vorschoterin auf Zwischenrang fünf - eine beachtliche Leistung, zumal Matz mitten im Maturastress steckt. Nico Delle Karth und Laura Schöfegger, die im Jänner vor Miami ihr Katamaran-Debüt zelebrierten, starteten mit Platz 19 verhalten, zündeten aber im Anschluss mit den Rängen fünf und sieben den Turbo. Damit liegen der Innsbrucker und seine Salzburger Partnerin mit lediglich einem Punkt Rückstand auf Zajac/Matz auf Zwischenrang acht.

Gut erging es den 470er-Newcomern Niko Kampelmühler und Thomas Czajka (BYC), die mit einem zehnten Wettfahrtsrang aufhorchen ließen und als zwischenzeitlich 14. in den zweiten Tag starten. Sven Reiger (BYC) musste wegen einer schweren Darmgrippe passen, ob der Burgenländer morgen in dem Einmann-Kielboot sitzt, ist fraglich.

Das Programm wird morgen mit drei (Katamaran, Skiff) bzw. zwei (470er, 2.4) weiteren Wettfahrten fortgesetzt.

 

 

Thomas Zajac:

„Unterm Strich war es ein guter Tag, auch wenn die Ergebnisse in der zweiten und dritten Wettfahrt weit besser sein könnten. Wir waren bei der ersten Bojen-Rundung in Luv immer in den Top-6, haben aber leider noch ziemliche Schwächen am Vorwindkurs. Das ist für den Moment frustrierend, muss aber nüchtern betrachtet werden. Uns fehlt die Praxis, wir haben aufgrund von Barbaras Maturavorbereitung kaum trainiert. Wichtig ist, dass wir uns vorwärts entwickeln und es sich weiterhin gut anfühlt.“

 

 

 

Thomas Czajka:

„Unser Fokus liegt bei den Starts, wir wollen möglichst lange freien Wind haben und unsere Entscheidungen nicht von den Gegnern abhängig machen. Das ist uns vor allem in der zweiten Wettfahrt sehr gut gelungen, auch in der ersten waren gute Ansätze dabei. Unterm Strich sind wir damit sehr zufrieden, auf der anderen Seite haben wir auch genügend Fehler gemacht, die zwar der fehlenden Erfahrung geschuldet sind, aber die wir definitiv abstellen müssen.“

 

 

Zwischenstand nach dem 1. Tag:

 

 

NACRA17/3Wettfahrten/1Streicher:

1. Moana Vaireaux/Manon Audinet FRA 3

5. Thomas Zajac/Barbara Matz AUT 11 (1/10/(24)

8. Nico Delle Karth/Laura Schöfegger AUT 12 (19)/5/7)

 

 

470er-Herren/2Wettfahrten:

1. Xammer Hernandes/Rodriguez Garcia-Paz ESP 7

14. Niko Kampelmühler/Thomas Czajka AUT 34 (24/10)

34. David Bargehr/Lukas Mähr AUT 65 (BFD/29)

 

 

2.4/Disable/2Wettfahrten:

1. Damien Seguin FRA 2

7. Kurt Badstöber AUT 15 (7/8)

12. Sven Reiger AUT 26 (DNC/DNC)