BYC beendet Champions-League-Finale in Kiel auf Platz 13

Nach dem Gewinn der Österreichischen Bundesliga ging es für unser Ligateam in gleicher Besetzung weiter nach Kiel zum Finale der Sailing Champions League. Aufgrund der bisherigen Ergebnisse war der Einzug in das Finale der besten vier Clubs das große Ziel. Mit Platz 13 und 38 Punkten nach drei Regattatagen verfehlte das BYC-Team dieses Ziel letztendlich nur um neun Punkte.

In den elf gesegelten Flights standen für den BYC die Platzierungen 5, 1, 4, 5, 3, 5, 5, 3, 1, 4 und 2 auf dem Scoreboard. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass im hochkarätig besetzten internationalen Feld Kleinigkeiten über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Vor allem die Starts waren entscheidend.

Tommi Czajka (Trimmer): „Die Startlinie war wesentlich kürzer als wir es von der österreichischen Liga kennen. Dementsprechend eng ging es an der Linie zu. Wir fanden nicht immer das richtige Timing und konnten nur wenige Starts gewinnen.“

Wenn der Start gelang, konnte das BYC-Team durchaus mit den besten Teams mithalten und auch zwei Wettfahrtsiege landen. Gelang der Start nicht optimal, wurde es unter den herrschenden Leichtwindbedingungen allerdings sehr schwierig, noch eine Spitzenplatzierung herauszufahren.

Clemens Kruse (Taktik): „Unter den herrschenden Leichtwindbedingungen gibt es kaum Geschwindigkeitsunterschiede. Jeder kleine taktische Fehler wird umgehend bestraft.“

Mit Platz 13 war das Team am Ende dennoch zufrieden. Die Trauben hängen bei der Champions League angesichts der Qualität des internationalen Teilnehmerfeldes sehr hoch. Valentin Unger am Vorschiff ist dabei das einzige BYC-Teammitglied, das auch regelmäßig an europäischen J70-Klassenregatten teilnimmt und seine wertvollen Erfahrungen aus diesen Bewerben in das BYC-Team einbringt.

Um auch in der Champions League ganz vorne mitmischen zu können, wären noch mehr Training und die Teilnahme an J70-Klassenregatten notwendig. Für unsere Amateure, die alle voll im Berufsleben stehen, ist ein derartiger Trainingsaufwand allerdings nur schwer möglich.

Stefan Glanz (Steuermann): „Durch die größere Teilnehmerzahl besteht ein Flight aus vier Wettfahrten, in Österreich sind es nur drei. Dadurch entstehen längere Pausen und die eigentliche Segelzeit wird kürzer. Wir sind nie ganz in den Flow gekommen, haben aber wieder viel Erfahrung und J70-Wissen mitgenommen.“

Schweizer Sieg in Kiel

Den Sieg in der Sailing Champions League 2026 holte sich der Club Nautique de Versoix aus der Schweiz. Dahinter folgte mit dem Kongelig Norsk Seilforening der norwegische Spitzenclub. Das Podium komplettierte mit dem Norddeutschen Regatta Verein der erfolgreichste Regattaclub Deutschlands. Den undankbaren vierten Platz im Finale belegte der französische APCC Nantes.

BYC entwickelt sich international weiter

Für den BYC war Kiel bereits die vierte Teilnahme an einem Champions-League-Finale mit konstant guten Ergebnissen:

  • 2023: Platz 7 – Travemünde
  • 2024: Platz 6 – Vilamoura, Portugal
  • 2025: Platz 3 – Punat, Kroatien
  • 2026: Platz 13 – Kiel

Der dritte Platz 2025 in Punat ist dabei etwas differenziert zu betrachten, da bei dieser Veranstaltung nur wenige Nationen vertreten waren.

Trotz des verpassten Finaleinzugs in Kiel zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahre, dass sich das BYC-Ligateam auch international etabliert hat. Der dritte österreichische Meistertitel in Folge und die regelmäßigen Teilnahmen an der Champions League sind ein eindrucksvoller Beleg dafür.

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Alle Fotos: (c) SCL/Sailing Energy